Personenzertifizierung
- Fabian von Kaenel

- 18. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Warum ich meine Personenzertifizierung als Qualitäts- und Prozessmanager bewusst aufrechterhalte
Qualitätsmanagement ist kein statischer Zustand und keine reine Erfahrungssache. Es ist ein anspruchsvolles Zusammenspiel aus Fachkompetenz, methodischem Vorgehen, regulatorischem Verständnis und persönlicher Verantwortung. Genau aus diesem Grund halte ich meine Personenzertifizierung als Qualitäts- und Prozessmanager (SAQ) aktiv und lasse sie regelmässig rezertifizieren.
Die SAQ-Personenzertifizierung ist kein Kursabschluss, sondern ein personenbezogener Kompetenznachweis. Sie bestätigt nicht nur Kenntnisse in Normen wie ISO 9001, sondern auch die Fähigkeit, integrierte Managementsysteme aufzubauen, Prozesse wirksam zu steuern, Audits durchzuführen und kontinuierliche Verbesserungsprozesse nachhaltig zu verankern. Entscheidend ist dabei: Die Zertifizierung ist zeitlich befristet und setzt für ihre Erneuerung den Nachweis realer Praxis, Weiterbildung, Audit- und Projekterfahrung voraus.
Gerade in regulierten und akkreditierten Umfeldern – etwa im Kontext von ISO 15189, ISO 17025 oder behördlichen Anforderungen – wird nicht nur das System geprüft, sondern auch die Qualifikation der verantwortlichen Personen. Eine aktive Personenzertifizierung schafft hier Klarheit: Sie macht Kompetenz überprüfbar, vergleichbar und unabhängig von individuellen Selbsteinschätzungen.
Darüber hinaus ist die Zertifizierung für mich ein wichtiges Instrument der fachlichen Selbstverpflichtung. Sie zwingt zur kontinuierlichen Reflexion der eigenen Arbeit, zur Auseinandersetzung mit neuen Anforderungen und zur strukturierten Weiterentwicklung. Qualität bedeutet nicht, einmal etwas richtig gemacht zu haben, sondern dauerhaft in der Lage zu sein, richtige Entscheidungen zu treffen – auch unter Druck, in Zielkonflikten oder in komplexen Organisationen.

Nicht zuletzt stärkt eine aufrechterhaltene Personenzertifizierung die fachliche Autorität in der täglichen Arbeit. Sie hilft, Diskussionen zu versachlichen, Verantwortung klar zu verorten und Entscheidungen auf eine belastbare Grundlage zu stellen – sowohl gegenüber internen Stakeholdern als auch gegenüber Auditoren, Behörden und Geschäftspartnern.
Für mich ist die Personenzertifizierung deshalb kein Titel und kein Selbstzweck. Sie ist Ausdruck eines professionellen Anspruchs: Qualität nicht nur zu fordern oder zu verwalten, sondern sie fachlich fundiert, nachvollziehbar und verantwortungsvoll zu gestalten.





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